• "Being natural is the ultimate secret of our art! - Sōke Takamatsu"
  • "Those who desire only technique will never understand this art!- Sōke Hatsumi"

FAQ - Häufing gestellte Fragen

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Vorwort

Aktualisierung Ergänzung vom 30.03.2019. Das FAQ wurde überarbeitet und auf die aktuelle Entwicklung innerhalb des Bujinkan Budō angepasst.

Sollten Fehler korrigiert oder Ergänzungen gewünscht werden, schreiben Sie bitte eine e-mail an webmaster@bujinkan-deutschland.de

 

Was ist das Bujinkan Dōjō und was ist Bujinkan Budō Taijutsu

Der Name der Organisation lautet Bujinkan Dōjō. Die Haupttrainingsstätte in Noda / Japan ist das Bujinkan Dōjō Hombu oder auch Hombu Dōjō. Das System, das trainiert wird, trägt die Bezeichnung Bujinkan Budō Taijutsu.

 

Wer leitet das Bujinkan Dōjō?

Oberhaupt der Organisation ist der Gründer Dr. Masaaki Hatsumi. Er vertritt als Sōke (Stilbewahrer / Oberhaupt) die vermittelten Lehrtraditionen.

 

Was bedeuten die Begriffe?

Begriff

Definition

Weblink

Bujinkan Japanisch für Halle des göttlichen Kriegers. Name der Organisation mit Bezug auf den Lehrer von Dr. Hatsumi. Wikipedia -Bujinkan
Sōke Stilbewahrer – oberster Leiter einer klassischen japanischen Lehrtradition. Für jede Lehrtradition wird immer nur ein Nachfolger gewählt. Dabei kann auch eine Person Oberhaupt mehrerer Traditionen sein. Wikipedia - Sōke
Dai-Shihan Auszeichnung als Experten- oder Senior-Lehrer. Höchster Grad, der im Bujinkan Dōjō vergeben wird.
Yūshū-Shihan Auszeichnung als ausgezeichneter Lehrer.
Shihan Bezeichnung für einen Senior- oder Meisterlehrer – im Bujinkan ab dem 10. Dan. Wikipedia - Shihan
Shidōshi Bezeichnung im Bujinkan für Lehrer ab dem 5. Dan.
Shidōshi-hō Bezeichnung im Bujinkan für Lehrer vom 1 - 4. Dan, die über eine entsprechende Berechtigung verfügen.
Dan Japanisch für Stufe. Wird in den Kampfkünsten üblicherweise mit einem schwarzen Gürtel gekennzeichnet. Wikipedia - Dan
Kyu Japanisch für Klasse. Wird in den Kampfkünsten üblicherweise mit einem farbigen Gürtel gekennzeichnet und steht unterhalb der Dangrade. Wikipedia - Kyu
Dōjō Trainingsort Wikipedia - Dōjō

 

Wer vertritt das Bujinkan Dōjō in Deutschland?

Das Bujinkan Dōjō als Organisation kennt keine nationalen Organisationformen oder Gebietsleiter. Jeder Shidōshi (Lehrer ab 5. Dan) ist somit ein Vertreter des Systems vor Ort und untersteht ausschließlich der Aufsicht Sōke Hatsumi, der das Oberhaupt des Bujinkan Dōjō ist. Es haben sich jedoch weltweit zahlreiche Gruppierungen zusammengefunden, die gerne auch Ansprüche auf eine führende Position stellen. Dabei werden gelegentlich auch nicht weiter klassifizierte Begrifflichkeiten benutzt um die eigene Bedeutung hervorzuheben.

 

Wer ist von Sōke Hatsumi als Lehrer autorisiert?

Das Bujinkan kennt als autorisierte Personen die Lehrer, Shidōshi genannt, und Assistenzlehrer Shidōshi-ho. Dabei sollten alle Shidōshi-ho unter der Aufsicht eines Shidōshi stehen.

 

Inwiefern lässt sich Ninjutsu im Bujinkan Budō Taijutsu einordnen?

Bujinkan Budō Taijutsu ist ein System von neun Schulen, von denen sechs faktisch unterrichtet werden. Zwei der nicht gelehrten Schulen und eine der aktiven sind Ninjutsu-Traditionen. Zwei andere sind mit Ninjutsu verwand und oder verbunden. Das Bujinkan Budō Taijutsu als reines Ninjutsu zu bezeichnen ist demnach nicht wirklich richtig. Zudem liegen die Trainingsinhalte beim unbewaffneten und bewaffneten Kampf. Kriegsstrategien wie Armeeführung u.ä. werden im Regelfall nicht gelehrt.

 

Welche Graduierungen gibt es im Bujinkan Dōjō?

Zuerst muss man wissen, dass Graduierungen, wie sie heute üblich sind erst von Jigoro Kano, dem Begründer des Judō am Anfang des letzten Jahrhunderts eingeführt wurden. Vorher gab es lediglich Bescheinigungen über das Erlangen von Wissensinhalten (Menkyo). Dieses Menkyo-System war auch zu Anfangszeiten des Bujinkan üblich, wurde dann aber mit der Verbreitung außerhalb Japans geändert und es wurde das bekannte Kyu-Dan-System eingeführt.

Mudansha - Graduierungen unterhalb des Dangrades.

Kyugrade sind die ersten Graduierungen, die man erhält. Aktuell gibt es neun (+1) Graduierungen, die Rückwärts gezahlt werden (10. Kyu - 1. Kyu). Dabei wird der 10. Kyugrad im Regelfall übergangen, da er im eigentlichen Sinne keine eigenständige Graduierung darstellt, sodass eigentlich nur 9 Kyugrade vergeben werden.
Der 1. Kyu ist somit der höchste Kyugrad – dann folgen die Dangrade.

Yudansha - Dangraduierungen

Die Dangrade werden mit einem schwarzen Gürtel gekennzeichnet und im Gegensatz zu den Kyugraden aufwärts gezählt.
Zunächst gab es im Bujinkan Dōjō nur neun Dangrade. Nach einer ersten Überarbeitung wurde das Graduierungssystem um einen Dangrad erweitert. Somit war der 10. Dan die höchste Stufe.
Unter Berücksichtigung der Prinzipien des Ten, Chi, Jin wurde noch einmal ergänzt. Der 10. Dan wurde um die Stufen Chi, Sui, Ka, Fu und Ku ergänzt. Diese werden in den Urkunden dann weitergezählt. Somit gibt es im Bujinkan Dōjō de facto 15 Dangraduierungen.

Im Bujinkan Dōjō werden die einzelnen Stufen jedoch nicht ausschließlich mit verschiedenfarbigen Gürteln wie im Judō oder Karate dargestellt, sondern mit einem System von wenigen Gürtelfarben unter Zuhilfenahme von silbernen und goldenen Sternchen. Eine Übersicht findet man in diesem PDF.

Im Dōjō XYZ werden die Aufnäher und Sternchen nicht getragen - ist das korrekt

Korrekterweise müsste man sagen - Nein. Es ist aber im Bujinkan Dōjō tatsächlich relativ üblich, nicht die entsprechenden Aufnäher zu verwenden. Dies liegt wohl mit der relativ flachen Organisationsstruktur des Bujinkan Dōjō in Zusammenhang. Graduierungen bilden vor allem innerhalb eines Dōjō eine Struktur. Außerdem kennt man sich zumeist und trainiert gemeinsam ohne auf die Graduierungen Rücksicht zu nehmen. Da sind dann „Äußerlichkeiten“ nicht so wichtig. Zusammengefasst kann man sagen, dass das Tragen der jeweiligen Aufnäher sehr stark von der Dōjōgemeinschaft und der individuellen Einstellung abhängt.

 

Ich habe im Dōjō XYZ Leute mit braunen Gürteln gesehen - was ist das?

Einige Dōjō, benutzen braune Gürtel für die höheren Kyugrade (3.-1. Kyu). Dies ist nicht üblich im Bujinkan als Organisation und kann daher nur als dōjōinterne Sonderregel gewertet werden.

 

Wie schaut das Prüfungsprogramm aus?

Das Prüfungsprogramm ist Sache des oder der Dōjōleitenden. Manche Dōjō haben klare Vorgaben, die anhand von Prüfungen abgefragt werden, andere wiederum verleihen Grade anhand der individuellen Entwicklung einer Person ohne jegliche Prüfung. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Shidōshi sind berechtigt Graduierungen bis maximal zum 4. Dan vorzunehmen. Wenn ein Prüfungsprogramm verwendet wird, basiert dieses zumeist auf dem Buch „Ten Chi Jin Ryaku no Maki“, dessen erste Ausgabe Dr. Hatsumi in den frühen 80er Jahren herausgegeben hat. Es enthält die wichtigsten Basistechniken bis zum 1. Dan.

 

Ist Bujinkan Budō Taijutsu für Selbstverteidigung geeignet und gibt es Wettkämpfe?

Die Frage nach der Selbstverteidigungsfähigkeit die durch das Training einer Kampfkunst erlangt wird, ist ein ständiges Thema für Kontroversen. Abgesehen von den jeweiligen individuellen Meinungen kann man aber feststellen, dass die Fähigkeiten, die man erlangt, vom Fokus der eigenen Interessen und Bemühungen abhängen, denn letztendlich findet eine physische Auseinandersetzung zwischen den beteiligten Personen statt und nicht zwischen Systemen. Die Frage nach Wettkämpfen kann generell verneint werden. Viele Techniken beinhalten deutliche Gefährdungspotentiale. Viele Elemente aus dem Training wären einem Wettkampf nicht angemessen. Um einen Wettkampf zu ermöglichen müssten Regeln erschaffen werden um die Teilnehmer vor Schäden zu schützen. Dies würden den Charakter des Trainings massiv verändern. Dies ist nicht gewünscht, zudem bereits viele andere wettkampforientierte Systeme existieren.

 

Ist das so wie….? Frage nach den Trainingsschwerpunkten

Bujinkan Budō Taijutsu wird auf allen Distanzen, mit und ohne Waffen trainiert. Ein Schwerpunkt wie Würfe oder Schläge etc. würde diese Idee zunichtemachen. Man lernt zudem die einzelnen Lehrtraditionen (Schulen) weniger getrennt, sondern vielmehr systemübergreifend nach ihren Prinzipien und Ideen. Dabei gibt es von Dōjō zu Dōjō verschiedene Trainingsstile, Inhalte etc. Bujinkan Budō Taijutsu stellt weniger ein fest strukturiertes System mit vorgegebenen Inhalten dar, wie sie zum Beispiel in den Technikkatalogen moderner Sportsysteme zu finden sind. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von Umsetzungen der Inhalte, die sich in Art und Ausführung dabei oft sogar erkennbar unterscheiden können. Wer mehr über das Bujinkan Dōjō und Bujinkan Budō Taijutsu lesen möchte, findet hier eine kostenlose umfangreiche Information über Bujinkan Budō.

 

Wird im Bujinkan Budō Taijutsu mit Waffen trainiert? Wenn ja, mit welchen?

Im Bujinkan Budō Taijutsu wird mit einer Vielzahl von Waffen trainiert. Sie helfen die eigenen Bewegungen genauer auszuführen. Das Waffentraining ist zudem ein wichtiger Bestandteil um eine Vielzahl von Aspekten wie Distanz, Winkel und Zeitgefühl für die Techniken und historischen Formen (Kata) zu erlernen. Grundlegend wird jedoch aus Sicherheitsaspekten mit Übungswaffen aus Holz trainiert. Art und Umfang des Waffentrainings hängen vom jeweiligen Dōjō und den Trainern ab.

Man kann die Waffen in folgende Kategorien einteilen:

Klingenwaffen

  • Katana – Schwert
  • Shotō – Kurzschwert
  • O Kodachi / Ninja-tō – Kombination aus normalen Schwertgriff mit kürzerer Schwertklinge
  • Nagamaki – Schwert mit überlangem Griff
  • Tanto - Messer

    Stabwaffen

  • Bō – sechs Fuß Stab
  • Hanbō – drei Fuß Stab
  • Jo - vier Fuß Stab

    Stab – Klingenwaffen

  • Yari – Speer
  • Naginata – Klinge an langem Stab
  • Bisentō - Massive Klinge an langem Stab

    Flexible Waffen

  • Ketten
  • Seile

    Waffen anderer Kategorien

     

    Welche Voraussetzungen benötige ich für Bujinkan Budō Taijutsu?

    Grundlegend ist das Training für fast alle geeignet. Jedoch muss auch hier wieder auf die Trainingsart und Intensität im Dōjō vor Ort hingewiesen werden. Egal ob man groß oder klein, dick oder dünn, jung oder alt ist, man muss sein eigenes Training finden mit den Möglichkeiten, die man hat. Selbst gesundheitliche Einschränkungen sind kein Hinderungsgrund. Eine gewisse geistige Reife vorausgesetzt ist das Training auch für Jugendliche kein Problem. Viele Dōjō bieten das Training ab 16 Jahren an. Oft werden sogar Trainingsmöglichkeiten für Kinder angeboten, die in den Inhalten angepasst sind.

     

    Gibt es Bücher und Videos zum Bujinkan Budō Taijutsu?

    Empfehlenswert sind alle Medien von Masaaki Hatsumi. Bujinkan Budō Taijutsu kann man allerdings aus keinem Buch lernen. Das Gefühl für die Bewegung lässt sich nur persönlich vermitteln. Eine kleine Übersicht findet man als PDF in dieserÜBERSICHT.

     

    Wo finde ich ein Dōjō?

    Es gibt eine Vielzahl von Trainingsmöglichkeiten weltweit. Dabei unterscheiden sich die Angebote je nach Trainingsleitenden und Möglichkeiten. Am besten ist es, sich ein persönliches Bild zu verschaffen und einfach direkt ein Probetraining zu absolvieren Eine umfangreiche Übersicht zu Trainingsmöglichkeiten in Deutschland findet man in diesem PDF

     


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